Grein Film Fest 2003 - Festivalreport

Olaf Ittenbach's BEYOND THE LIMITS und GARDEN OF LOVE

Somewhere in Oberösterreich...

Grein...? Wo iss'n das? Nun, ich hab's mittlerweile rausgefunden. Liegt nahe Amstetten in Oberösterreich. Das Wichtigste zuerst - sie haben ein Kino! Im Stadtkino Grein fand am 21.06.2003 die Österreich Premiere der beiden neuen Filme von Olaf Ittenbach statt. BEYOND THE LIMITS und GARDEN OF LOVE heißen die zwei Horror- / Splattermovies des bayrischen Regisseurs. Also... auf nach Grein!

Location Scouting

Gepäckaufgabe in der Unterkunft, noch was feines Essen und dann ab zum Veranstaltungsort nahe der Donau. Das Stadtkino Grein hat Charme, darüber hinaus bequeme Sitze (bei einem Double Feature immer wichtig) und eine Bühne vor der Leinwand. Kinobesucher, welche die nostalgische Qualität einer Pre-Multiplex Bauweise zu schätzen wissen, fühlen sich gleich wohl.

Stadtkino Grein: Kinosaal

Meeting the Gang

Der Kinobesuch entwickelt sich bereits im Vorfeld zum "Social Event", treffen sich doch die Boys 'n Girls von Dvd-Forum.at bei der Veranstaltung. Die Wartezeit bis zum Filmstart ist eben mit gruppendynamischen Schmäh leichter zu überbrücken. Außerdem gibt's Dvd's zu kaufen, damit ist der Sammler sowieso für einige Zeit beschäftigt.

Beyond the Limits

Regisseur Olaf Ittenbach und Produzent Yazid Benfeghoul präsentieren den Film persönlich. Lights out - Film ab! Beyond the Limits besteht aus zwei Geschichten, die durch eine Rahmenhandlung miteinander verbunden sind. Die erste ist eine äußerst blutige Gangsterstory, die zweite spielt im Mittelalter. Beide Geschichten sind durch ein mysteriöses Herz verbunden, welches ungeahnte Kräfte birgt und nach dem die Figuren her sind. Das Blut fließt in Strömen und wer auf harte Splattermovies steht, wird bestens bedient. Handwerklich ist Beyond the Limits wiederum eine Steigerung gegenüber früheren Filmen des Regisseurs. Es steckt mehr Aufwand dahinter und der Film ist auch stilistisch ein Fortschritt. Obwohl mir schlussendlich der etwas zurückhaltendere Garden of Love besser gefallen hat.

Time for Talkies

Filmpause! Aber nicht für mich. Ein paar Minuten nach den End Credits sitze ich Olaf Ittenbach gegenüber, der sich freundlicher Weise für ein Interview zur Verfügung gestellt hat. Ich schalte also mein Aufnahmegerät ein, dass ich vorher ungefähr 17 "Paranoia"-Tests unterzogen habe. Das Gespräch verläuft so interessant und gemütlich, dass ich echt Probleme hatte irgendwann die letzte Frage zu stellen. Wenn der Regisseur voller Enthusiasmus, und mit leuchtenden Augen, von seinen Filmprojekten berichtet stell ich mir insgeheim doch die Frage, ob ich die richtige Berufswahl getroffen habe... Ein paar Fotos machen, noch etwas plaudern (ich hätte das Tonband doch noch nicht abschalten sollen) und bevor ich mich's versehe sitze ich wieder im Kino. Gerade mal Zeit gehabt um den 18. Paranoia-Test zu machen - die Tonaufnahme ist in Ordnung, der Puls wieder normal. Das komplette Interview ist übrigens bei Dvd-Forum.at nachzulesen.

Garden of Love

Der zweite Film des Abends ist in Punkto Splatter etwas zurückhaltender, was aber nicht heißen soll dass kein Blut fließt! Ich kann's kaum erwarten, den über 5 Minuten langen Camera-Shot zu sehen von dem Olaf vorhin begeistert erzählt hat. Die Szene hat mir dann auch gefallen: Die Kamera bewegt sich langsam und kaum merklich auf den Schauspieler zu, der einen minutenlangen Monolog hält, und stoppt schließlich knapp vor seinem Gesicht. Kein Gegenschnitt unterbricht die Einstellung. Diese Szene hat mich förmlich in den Film und in die Geschichte hineingezogen... Garden of Love ist eine creepy Ghoststory mit unheimlicher Atmosphäre und einem sinistren Bela B. als wiederkehrender Toter. Obwohl der Film nicht so aufwendig ist wie Beyond the Limits gefällt er mir stilistisch und inhaltlich etwas besser. Ich finde ihn unheimlicher und er hat mehr Schockeffekte, die den Pulsschlag etwas beflügeln ;)

Ein letzter Chill out Drink

Nach dem Film trinke ich noch gemütlich ein Bierchen, sichere mir zwei Argento Dvd's für meine Sammlung und plaudere noch etwas. Irgendwie seltsam... warum bin ich genau um halb drei Uhr Nachts so munter, dass an schlafen nicht zu denken ist? Nach der Verabschiedung treten wir den Weg in unsere Unterkunft an. Am PC sitzen macht hoffentlich müde, also den Notebook raus und noch anfangen das Interview zu tippen. Hat gewirkt - Sweet Dreams!

Round Up

Hat Spaß gemacht die Veranstaltung! Obwohl's schlussendlich nicht die Zuschauermassen geworden sind, war die Stimmung trotzdem sehr gut. Es freut mich jedenfalls, dass es auch solche Veranstaltungen abseits des Kinomainstreams gibt und dass ich nicht dazu verdammt werde mir bis zum Lebensende Scream Sequels im Kino anzusehen. Gerade im Horror- / Splatterfilmgenre sind die kleineren Produktionen oft das Salz in der Suppe und wer sich, wie ich, wehmütig an die wüsten Goremovies der 80er erinnert, der wird verstehen warum solche Filmvorführungen einfach wichtig sind. Als höchst willkommene Bluttransfusion zwischen Halloween 7 und Jason X.

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